Zweckverband Bodensee-
Wasserversorgung
Hauptstraße 163
70563 Stuttgart

Zahlen und Fakten


Entstehung des Bodensees
Als sich vor 15.000 Jahren die letzten eiszeitlichen Gletscher in die Alpen zurückzogen, hinterließen sie eine sanft modellierte Landschaft, in deren Mitte sich das Becken des Bodensees befindet, gefüllt mit Schmelzwasser.
Der Rhein führt dem See große Mengen von naturbelassenem Schmelz- und Regenwasser aus den Alpen zu. Das Haupteinzugsgebiet umfasst nahezu 11.000 km² und erstreckt sich bis zum Alpenhauptkamm. Zusammen mit weiteren Zuflüssen aus dem Allgäu und rund um den See durchströmen den Bodensee jährlich 11,5 Milliarden Kubikmeter Wasser. Im Vergleich zu diesem sehr großen Durchfluss ist die Trinkwasserentnahme - lediglich 130 Millionen Kubikmeter, das ist etwas mehr als ein Prozent - unerheblich. Sogar die Verdunstung auf der Seeoberfläche ist wesentlich größer.
Der Bodensee ist nach dem Genfer See der zweitgrößte See auf der Nordseite der Alpen. Seine Entstehung ist auf die erosive Wirkung der eiszeitlichen Alpengletscher zurückzuführen, die zunächst zu einem großen Alpensee führte, der den Zürichsee und den Walensee mit beinhaltete.
An den Bodensee grenzen Deutschland, Österreich und die Schweiz an, wobei die Besitzverhältnisse ungeklärt sind. Einige Experten gehen davon aus, dass der Bodensee allen Anrainerstaaten gleichermaßen gehört (Condominium-Theorie). Der Bodensee ist also nicht die Grenze zwischen den Anrainerstaaten, sondern das verbindende Glied. Nicht immer konnte die Situation am Bodensee so positiv beurteilt werden wie heute. So bestand Ende der 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts sehr konkret Gefahr, dass der Bodensee "umkippt". Dass diese Gefahr heute der Vergangenheit angehört, ist das Resultat eines europaweit oder gar weltweit vorbildlichen Gewässerschutzes und das Verdienst der Bodenseeanrainerstaaten, aber insbesondere der Landkreise, der Kommunen und der Bevölkerung im Bodenseeeinzugsgebiet.
Die zwei Organisationen Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) und die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) haben sich besonders um den Gewässerschutz am Bodensee verdient gemacht.


 
 
Untergliederung des Bodensees:
Obersee mit Überlinger See und Untersee
536 km² Oberfläche
254 m größte Tiefe
50 Milliarden m³ Wasserinhalt
Uferlänge: 263 km
Einzugsgebiet: ca. 11.474 km²
11,5 Milliarden m³ mittlerer jährlicher Wasserdurchfluss
Trinkwasserentnahme ca. 172 Mio. m³ (jährlich)
365 m³/s Abfluss bei Konstanz im Mittel

Das Zuflussverhältnis 1:90 wird bei einer mittleren Seespiegelschwankung von maximal 3 Meter auf 1:10 gebrochen. Das heißt: Das Verhältnis zwischen geringstem Niedrigwasserabfluss und höchstem Hochwasserabfluss wird durch die Speicherwirkung des Bodensees (max. Spiegelschwankung 3 Meter) verändert. Während am Alpenrhein an der Mündung in den Bodensee der Zufluss 90-mal größer sein kann als der niedrigste Zufluss, so kann der höchste Abfluss nur 10-mal größer sein als der geringste Abfluss.


10.03.10
http://www.zvbwv.de/de/zahlen_und_fakten2.html