

Der Bodensee wird zum überwiegenden Teil mit Wasser aus den Alpen und damit auch aus den Gletscherregionen gespeist. Entsprechend den Jahreszeiten heißt das: Im Winter ist in den Alpen der Niederschlag zumeist in Form von Schnee gebunden (niedrige Wasserstände im Bodensee), schmilzt dann vom Frühjahr bis in den Sommer nach und nach ab und fließt über den Alpenrhein in den Bodensee (Anstieg der Pegel).
Gletscherschmelze, Starkregen, Trockenzeiten, Erderwärmung - Klimawandel. Das sind heute nicht mehr nur Szenarien der Zukunft, sondern sich immer öfter zeigende Tatsachen. Durch die globale Erderwärmung werden die Niederschläge in den Alpen im Winter voraussichtlich häufiger als bisher in Form von Regen fallen und somit direkt auch dem Bodensee zufließen. Im Frühjahr gibt es weniger Schmelzwasser, weil weniger Schnee verfügbar ist. Das heißt: der Wasserspiegel des Bodensees unterliegt dann tendenziell geringeren Schwankungen als bisher. Die Niederschlagsmenge und somit der Zufluss in den Bodensee wird sich kaum verringern, sondern sogar noch geringfügig ansteigen. Verstärkt wird dieser Zufluss ganz massiv, wenn durch die Erderwärmung in noch stärkerem Maße als bisher die Gletscher abschmelzen.
Wenn Sie sich zum Thema Klimawandel genauer informieren wollen, besuchen Sie die Internetseite www.kliwa.de. Kliwa ist die Abkürzung für das Kooperationsvorhaben „Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft“, das die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst initiiert haben.