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Schutz für den Wasserschatz

Den Bodensee als Trinkwasserspeicher zu nutzen hat viele Vorteile: 

Unbelastetes Wasser Bodenseewasser ist Schmelz- und Regenwasser aus den Alpen. Es kommt aus unbesiedelten Höhenlagen, ohne Industrieansiedlungen und ist infolge dessen sehr sauber. An den Ufern des Sees gibt es wenig schadstoffemittierende Industrie, die Landwirtschaft im Einzugsgebiet achtet die Umweltschutzvorschriften, viele Betriebe haben auf ökologischen Landbau umgestellt. 

Angenehme Härte Bodenseewasser steht im so genannten Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht. "Übersetzt" heißt das, dass es weder Kalkablagerungen noch Korrosion gibt, die die Leitungen belasten - nicht nur finanziell. 

Gewässerschutz Der intensiv betriebene Schutz des Bodensees und seines Einzugsgebietes vor Verunreinigung und ökologischer Zerstörung hat eine lange und erfolgreiche Tradition. Der unbedachte Umgang mit der Natur in den 50er- und 60er-Jahren im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs machte sich sehr schnell mit sichtbar negativen Konsequenzen für die Wasserqualität des Sees, also auch für das Trinkwasser bemerkbar. 

Die Anrainerländer des Bodensees - Deutschland, die Schweiz und Österreich sowie Liechtenstein - gründeten 1961 eine überstaatliche Organisation, die Internationale Gewässerschutz-Kommission für den Bodensee (IGKB), um den Schutz des Bodensees umfassend und auf internationaler Ebene koordiniert voranzutreiben. Ihre Arbeit trug und trägt bis heute Früchte: die ausgesprochen hohe Wasserqualität. 

Unterstützt werden die Bemühungen zum Schutz des Bodenseewassers inzwischen von vielen anderen, auch von internationalen Institutionen und Abkommen auf dem Gebiet der Fischerei, der Schifffahrt, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Tourismus. Die Wasserwerke im Einzugsgebiet des Bodensees und des Rheins gründeten 1968 die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), eine eigene Organisation zum Schutze ihrer Ressourcen. Nicht zuletzt engagieren sich auch Naturschutzorganisationen wie BUND, NABU etc. 

Drei Länder, ein See 

Der Bodensee "gehört" den drei Staaten Deutschland, Schweiz und Österreich. Deutschland hat die größte Uferlänge, das meiste Wasser aber liefert die Schweiz über den der Alpenrhein 

Eine über den See verlaufende Grenze, die diesen real zwischen den Anliegerstaaten aufteilt, gibt es nicht, stattdessen wird eine gemeinsame "Herrschaft" über den See beansprucht. Manifestiert wurde diese "Herrschaft" 1967 in einem formellen Staatsvertrag über die 'Regelung von Wasserentnahmen aus dem Bodensee'. Darin sind genau definierte Entnahmemengen festgelegt; für darüber hinaus beabsichtigte Wasserentnahmemengen bedarf es der Stellungnahme der Anliegerstaaten.